Forderungen verkaufen: Wann lohnt sich die Schuldenabtretung?

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Kurz und knapp: Das Wichtigste zum Forderungsverkauf

  1. Sie können offene Forderungen verkaufen, um zu Geld zu kommen.
  2. Sie müssen sich nicht mehr um das Eintreiben der Schulden kümmern. Das übernimmt dann der Käufer, z.B. ein Inkassounternehmen.
  3. Da Forderungen zu verkaufen zunächst mit Kosten verbunden ist, bietet sich diese Möglichkeit eher für Unternehmen als für Privatpersonen an.
Weitere Ratgeber zum Thema:

Forderungsausfall

Insolvenzforderung

Forderungen zu verkaufen ist eine Möglichkeit, Geld zu bekommen

Sie können sowohl mehrere, als auch eine Einzelforderung verkaufen.
Sie können sowohl mehrere, als auch eine Einzelforderung verkaufen.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, zu Geld zu kommen: Zum Beispiel Zinsen, Kredite oder auch Glücksspiel. Wobei hier die Chancen für einen Gewinn in der Regel schlecht stehen. Wenn zu dem Umstand, dass Sie Geld benötigen, erschwerend hinzukommt, dass Sie dieses von Schuldnern zurück erwarten, die ggf. nicht zahlen, sieht es erst einmal schlecht aus.

Eine weitere Möglichkeit, wieder liquide zu werden ist, Forderungen zu verkaufen. Sie denken sich
„Warum sollte jemand meine offenen Forderungen ankaufen?“ Ganz einfach: Weil dem Käufer daraus Vorteile entstehen. Sie sehen Ihr Geld schneller wieder und im besten Fall sind alle Beteiligten glücklich mit dieser Lösung. Wie das funktioniert, erklären wir Ihnen hier.

Forderungen verkaufen: Was heißt das eigentlich?

Bei einem Forderungsverkauf verkauft ein Gläubiger einem anderen seine noch offenen Forderungen, die seine Schuldner verursacht haben. Dadurch wird der erste Gläubiger sofort vom neuen Gläubiger ausgezahlt (wenn auch nicht in voller Höhe) und der neue Gläubiger muss sich um das Eintreiben der Schulden kümmern. Denn nach dem Verkauf der Forderungen sind es nun seine Schulden.

Ein Forderungsverkauf verursacht zunächst Kosten. Danach kommt aber neues Geld rein.
Ein Forderungsverkauf verursacht zunächst Kosten. Danach kommt aber neues Geld rein.

Der Verkäufer der Forderungen trägt die Verantwortung für die Rechtmäßigkeit der Forderung nicht aber für die Berechtigung zum Eintreiben der Schulden. Somit wird das Ausfallrisiko auf den Käufer übertragen. Das Ausfallrisiko beschreibt das Risiko, dass der Schuldner seine offenen Beträge nicht zahlt oder nicht bezahlen kann.

Die Vorteile für den ersten Gläubiger liegen auf der Hand: Er muss sich nicht mehr um das Eintreiben der Schulden beim Schuldner kümmern, weil er sofort das Geld erhält. Dadurch steigt seine Zahlungsfähigkeit, die Liquidität. So kann dieser es sich sparen, wenn es finanziell bereits schlecht aussieht, beispielsweise einen Kredit aufzunehmen, damit er neues Geld bekommt.

Was sind die Vorteile vom Verkauf von Forderungen für den Käufer? Das Ziel des Käufers, an den die Forderungen verkauft, also abgetreten wurden, ist es, einen möglichst hohen Teil der Schulden einzutreiben. Er hat dem ehemaligen Gläubiger zwar die offene Summe ausgezahlt. Allerdings behält er in der Regel einen kleinen Teil des Betrages und kann so Gewinn machen, wenn er die offene Forderung eintreiben kann.

Wenn Sie eine titulierte Forderung verkaufen, bringt diese sogar noch mehr Vorteile für den Käufer mit sich. Denn die Person mit Verschuldung wurde dann von einem Gericht zur Schuldbegleichung verurteilt. Wenn Sie dann einen Schuldtitel verkaufen, steigen die Erfolgsaussichten, die Schulden eintreiben zu können, weil so 30 Jahre Zeit bleiben, das Geld einzuholen.

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Für wen ist es
interessant, Forderungen zu verkaufen?

Forderungen zu verkaufen ist als Privatperson nur schwer möglich.
Forderungen zu verkaufen ist als Privatperson nur schwer möglich.

Wenn Sie offene Forderungen verkaufen wollen, beauftragen die meisten ein Inkassounternehmen. Dies ist auf das Eintreiben von Schulden bzw. das Begleichen von offenen Forderungen spezialisiert.

Oft machen Unternehmen von der Möglichkeit Gebrauch, einzelne Forderungen zu verkaufen. Forderungen zu verkaufen, ist privat nur in seltenen Fällen möglich. Erst einmal müssen Sie eine Firma finden, also ein Inkasso, das die private Forderung zu verkaufen, akzeptiert. Die meisten spezialisieren sich auf Unternehmen. Zudem muss das Inkasso bezahlt werden, was bei einem Forderungsverkauf privat eine Belastung darstellen kann. Mietforderungen zu verkaufen, ist in der Regel nicht möglich.

Der Verkauf von Darlehensforderungen wird in einigen Fällen versteuert. Beim sogenannten echten Factoring wird beim Forderungsverkauf eine Umsatzsteuer erhoben. Dabei wird zudem das Ausfallrisiko komplett auf den Käufer übertragen.

Forderungen zu verkaufen bei unechtem Factoring lässt die Übertragbarkeit des Ausfallrisikos nicht zu. Der Besitzer der Forderung behält das Risiko. Bei diesem Verkauf von Forderungen ist die Umsatzsteuer-Frage noch nicht restlos geklärt.

Beim Forderungsverkauf spielt außerdem Bilanzierung eine Rolle. Wollen Sie eine offene Rechnung verkaufen, gibt es die Möglichkeit, diese offen oder still abzutreten. Beim stillen Verkauf einer Forderung werden die Kunden bzw. die Schuldner nicht darüber unterrichtet. Die offene Variante zeigt den Forderungsverkauf durch einen Vermerk auf der Rechnung an.

Da es meist von individuellen Umständen abhängt,
Forderungen zu verkaufen, gibt es für den Forderungsverkauf kein Muster. Die Verträge werden von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich ausgearbeitet.

Wenn Sie spezielle Fragen zum Thema „Forderungen verkaufen“ haben, können Sie eine Schuldnerberatung aufsuchen.

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