Insolvent gehen – Was bedeutet das?

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Kurz und knapp: Das Wichtigste zum Thema „insolvent sein“

  1. Es wird davon gesprochen, dass Personen insolvent gehen, wenn sie zahlungsunfähig sind und deshalb die Privatinsolvenz anmelden.
  2. Wann müssen Sie die Privatinsolvenz beantragen? Eine Pflicht besteht für Privatleute laut Insolvenzrecht nicht. In der Regel empfiehlt sich eine Insolvenz jedoch, wenn nur geringe Aussicht besteht, dass sie ihre Schulden in absehbarer Zeit abbezahlen können.
  3. Wie meldet man sich als insolvent an? Ein entsprechender Antrag muss beim zuständigen Insolvenzgericht gestellt werden. Zuvor muss der Schuldner jedoch versuchen, einen außergerichtlichen Schuldenvergleich mit den Gläubigern zu erreichen.

Ab wann ist man insolvent?

Ist ein Unternehmen insolvent gegangen, machen sich die Arbeitnehmer oft große Sorgen.
Ist ein Unternehmen insolvent gegangen, machen sich die Arbeitnehmer oft große Sorgen.

Eine Person oder ein Unternehmen gilt als solvent, wenn sie bzw. es zahlungsfähig ist – also ihre offenen Rechnungen bezahlen kann. Was heißt es demgegenüber, insolvent zu sein? Hier liegt dann das genaue Gegenteil vor. Eine insolvente Person kann ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen.

Deuten sich finanzielle Probleme an und sind sie nicht mehr dazu in der Lage, offene Forderungen zu begleichen, sollten Betroffene schnell handeln. Ansonsten haben Gläubiger die Möglichkeit Zwangsvollstreckungsmaßnahmen, wie etwa eine Kontopfändung, zu ergreifen.

Dass Personen insolvent gehen, davon wird gesprochen, wenn sie eine Insolvenz anmelden. Privatpersonen müssen in Deutschland die Verbraucherinsolvenz, die umgangssprachlich eher als Privatinsolvenz bekannt ist, durchlaufen. Diese dauert maximal sechs Jahre und endet mit der Restschuldbefreiung. Das bedeutet, dass die noch bestehenden Schulden – bis auf wenige Ausnahmen – nicht mehr von den Gläubigern eingefordert werden können. Die Person ist also am Ende des Verfahrens schuldenfrei.

Doch wann muss sich ein Schuldner eigentlich insolvent melden? In diesem Zusammenhang ist zunächst festzuhalten, dass keine Privatperson in Deutschland zur Anmeldung der Privatinsolvenz gezwungen wird. Jeder hat selbst das Recht dazu, zu entscheiden, ob er diesen Schritt geht oder nicht. Des Weiteren muss keine bestimmte Schuldensumme erreicht werden, damit jemand insolvent gehen kann. Grundsätzlich ist eine Insolvenz meist zu empfehlen, wenn abzusehen ist, dass der Betroffene seine Schulden nicht in absehbarer Zeit und aus eigener Kraft abbezahlen kann.

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Sollte eine Person, die selbstständig ist, insolvent gehen, darf sie nicht die Privatinsolvenz durchlaufen. Sie muss vielmehr, wie auch Unternehmen, die sogenannte Regelinsolvenz anmelden. Gleiches gilt für ehemals selbstständig Tätige, die mindestens 20 Gläubiger haben oder gegen die noch offene Forderungen aus Arbeitsverhältnissen bestehen. Im Gegensatz zu Unternehmen können (ehemals) Selbstständige jedoch die Restschuldbefreiung erlangen und sind nach der Insolvenz schuldenfrei.

Wie melde ich mich als insolvent an?

Insolvent zu gehen bedeutet, zahlungsunfähig zu sein.
Insolvent zu gehen bedeutet, zahlungsunfähig zu sein.

Wie und wo meldet man sich als insolvent an? Diese Frage stellen sich viele Schuldner, die sich dazu entschlossen haben, eine Privatinsolvenz zu durchlaufen. Zunächst müssen Schuldner einen wichtigen Schritt absolvieren, bevor sie überhaupt einen entsprechenden Antrag stellen dürfen.

Bevor sie offiziell insolvent gehen, ist es nötig, dass sie versuchen, einen außergerichtlichen Schuldenvergleich mit den Gläubigern – etwa durch die Vorlage eines Planes über Abzahlung der Schulden in Raten – zu erreichen. Über diesen Versuch muss von einer geeigneten Stelle, etwa einer offiziell anerkannten Schuldnerberatung, ein Nachweis ausgestellt werden.

Mit diesem Nachweis kann der Schuldner dann beim zuständigen Insolvenzgericht, in der Regel ist dies das örtliche Amtsgericht, die Privatinsolvenz anmelden. Dabei müssen unter anderem die folgenden Unterlagen eingereicht werden:

  • Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens
  • Vermögensverzeichnis
  • Vermögensübersicht
  • Gläubiger- und Forderungsverzeichnis
  • ggf. Antrag auf Restschuldbefreiung
  • ggf. Antrag auf Stundung der Verfahrenskosten
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