Insolvenzverwalter: Gebühren und Aufgaben

Von schuldnerberatung.com, letzte Aktualisierung am: 23. November 2020

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Kurz & knapp: Das Wichtigste zur Vergütung vom Insolvenzverwalter bei Privatinsolvenz

  1. Die Kosten für den Insolvenzverwalter bei einer Privatinsolvenz hängen von der
    Anzahl der Gläubiger und der Vermögensmasse ab, die der Schuldner bei Verfahrenseröffnung sowie währenddessen besitzt.
  2. Aber: Der Insolvenzverwalter setzt seine Gebühren bei einer großen Masse nicht etwa höher an. Der prozentuale Wert seiner Bezahlung sinkt mit steigendem Vermögen des Schuldners.

Die Gewährleistung der Insolvenzverwaltervergütung bestimmt über das Insolvenzverfahren

Die Vergütung des Insolvenzverwalters ist gesetzlich geregelt.
Die Vergütung des Insolvenzverwalters ist gesetzlich geregelt.

Die Privatinsolvenz ist eine Möglichkeit für Schuldner, nach einigen Jahren durch die Restschuldbefreiung ein neues Leben ohne Schulden zu beginnen. Dafür müssen jedoch einige Voraussetzungen erfüllt werden. Nicht nur, dass sich Menschen mit Verschuldung im Insolvenzverfahren an gewisse Regeln halten müssen, bereits bei Eröffnung des Insolvenzverfahrens gibt es einen Faktor, der über den Antrag entscheidet: die Insolvenzmasse. An dieser wird bemessen, wie sich bei einem Insolvenzverwalter die Gebühren berechnen lassen.

Im folgenden Ratgeber erklären wir, was es mit der Vermögensmasse auf sich hat, wie sich die Kosten für den Insolvenzverwalter bei einer Privatinsolvenz zusammensetzen und welchen Pflichten dieser nachkommen muss.

Insolvenzverwalter: Wie die Bezahlung aussieht

Die Vergütung vorläufiger Insolvenzverwalter wird auch aus der Vermögensmasse bezahlt.
Vergütung: Ein vorläufiger Insolvenzverwalter wird auch aus der Vermögensmasse bezahlt.

Wie bereits erwähnt, bestimmt die Insolvenzmasse ganz entscheidend über das Verfahren. Denn ist diese nicht hoch genug, um die Gerichtskosten zu bezahlen, kann das Insolvenzgericht das Eröffnen eines Privatinsolvenzverfahrens ablehnen. Das ist in § 26 Insolvenzordnung (InsO) geregelt. Paragraph 53 und 54 Abs. 2 dieses Gesetzes halten fest, dass der Insolvenzverwalter seine Gebühren aus der Insolvenzmasse bezieht, weil diese zu den Verfahrenskosten zählen. Auch die Vergütung des vorläufigen Insolvenzverwalters wird damit abgegolten.

Auf die Frage Wer bezahlt den Insolvenzverwalter?ist folglich diese Antwort richtig: der Schuldner mit seiner Insolvenzmasse.

Die Masse setzt sich aus allen pfändbaren Gegenständen und Werten zusammen, welche der Insolvente besitzt, wenn das Verfahren beginnt sowie währenddessen bekommt. Dazu zählt beispielsweise der pfändbare Anteil vom Lohn des Schuldners. Die Pfändungsfreigrenze richtet sich nach dem Nettoeinkommen sowie der Zahl der unterhaltsberechtigten Personen. Außerdem gehören in der Regel wertvolle Gegenstände, die nicht zu den persönlichen Sachen des Schuldners zählen, zum pfändbaren Anteil . Ihm bleiben Dinge für einen einfachen Lebensstil wie beispielsweise Kleidung und Einrichtungsgegenstände.

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Die Vergütung vom Insolvenzverwalter folgt dieser Berechnung

Die Kosten für den Insolvenzverwalter hat der Schuldner zu tragen.
Die Kosten für den Insolvenzverwalter hat der Schuldner zu tragen.

Wie hoch die Insolvenzverwalter-Gebühren tatsächlich sind, ist in der Insolvenzrechtlichen Vergütungsverordnung (InsVV) festgeschrieben. Zu den Kosten vom Insolvenzverwalter in der Regelinsolvenz heißt es in § 2 Abs. 1:

„Der Insolvenzverwalter erhält in der Regel

  1. Von den ersten 25.000 Euro der Insolvenzmasse 40 vom Hundert,
  2. Von dem Mehrbetrag bis zu 50.000 Euro 25 vom Hundert,
  3. Von dem Mehrbetrag bis zu 250.000 Euro 7 vom Hundert,
  4. Von dem Mehrbetrag bis zu 500.000 Euro 3 vom Hundert, […]“

Gibt es eine Mindestvergütung für den Insolvenzverwalter? Ja: Hält sein Verzeichnis nicht mehr als zehn Gläubiger fest, so betragen die Gebühren für den Insolvenzverwalter bei einer Privatinsolvenz wenigstens 1000 Euro. Nachdem die Bezahlung vom Insolvenzverwalter gesichert ist, werden danach die Masseverbindlichkeiten beglichen und im Anschluss die Insolvenzforderungen.

Welche Pflichten hat der Verwalter?

Nicht nur, weil der Insolvenzverwalter seine Gebühren auf Grund der Masse des Vermögens des Schuldners berechnet, ist die Insolvenzmasse für ihn von Bedeutung. Der Betreuer hat die Aufgabe, diese zu verwalten, die pfändbaren Werte an sich zu nehmen und in der Regel bei einer Versteigerung zu Geld zu machen. Mit diesen Beträgen werden die Klienten befriedigt, nachdem das Gericht und der Insolvenzverwalter bezahlt sind. Dieser muss seine Aufgaben gewissenhaft und ordentlich erledigen. Tut er das nicht, kann von ihm Schadenersatz verlangt werden.

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