Mietschulden – Was können Sie tun als Mieter?

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Kurz und knapp: Das Wichtigste zum Thema „Mietschulden“

  1. Jeder, der zur Miete wohnt, kann Mietschulden anhäufen, wenn er den Zahlungsverpflichtungen gegenüber dem Vermieter nicht nachkommt.
  2. Mietschulden berechtigen den Vermieter zur fristlosen Kündigung und zur Zwangsräumung, deshalb sollten Mietschuldner rechtzeitig Hilfe suchen.
  3. Mieter, die die Miete nicht zahlen können, sollten sofort den Vermieter kontaktieren, um die Mietschulden mit seinem Einverständnis in Raten abzutragen.
  4. Lässt sich der Vermieter darauf nicht ein, sollten die Betroffenen die Schuldnerberatung aufsuchen. Hier unterstützen die Mitarbeiter die Schuldner beim Schuldenabbau.

Was sind Mietschulden?

Jeder, der zur Miete wohnt, kann Mietschulden anhäufen.
Jeder, der zur Miete wohnt, kann Mietschulden anhäufen.

Mietschulden können theoretisch jede Person treffen, die ein Haus, eine Wohnung oder ein Zimmer angemietet hat. Vor ihrem Einzug schließt sie mit dem Vermieter einen Mietvertrag. In diesem verpflichtet sie sich, gegen Überlassung der Mietsache dem Vermieter monatlich eine gewisse Summe als Miete zu überweisen. Kommt sie ihrer Zahlungsverpflichtung gegenüber dem Vermieter nicht nach, macht sie Mietschulden.

Es kann schon einmal vorkommen, dass Sie über all den anderen Zahlungen, die Überweisung der Miete vergessen und ehe Sie es sich versehen, herrscht schon wieder Ebbe auf dem Konto. Die Miete kann doch sicherlich noch ein bisschen warten? Leider nicht: Versäumen Sie die Mietzahlung, befinden Sie sich im sogenannten Mietrückstand und der kann ernste Folgen für Sie haben. Von Mietrückständen kann gesprochen werden, wenn die Miete nicht bis zum dritten Werktag eines Monats im Voraus entrichtet wurde.

Sie sind mit der Miete im Rückstand, was kann dadurch passieren? Was können Sie tun bei Mietschulden? Wer kann Ihnen helfen, wenn Sie die Miete nicht zahlen können? In diesem Ratgeber verraten wir es Ihnen.

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Welche Konsequenzen haben Mietschulden?

Was können Sie machen bei Mietschulden, um die Kündigung der Wohnung zu verhindern?
Was können Sie machen bei Mietschulden, um die Kündigung der Wohnung zu verhindern?

Obgleich die Miete einen beträchtlichen Teil der Einnahmen auffrisst, haben weniger Menschen Mietschulden, als man es vielleicht erwarten würde. 2016 machten lediglich 22 Prozent der Überschuldeten auch Mietschulden. Doch warum ist das so?

Zum einen wird dieses Ergebnis darauf zurückgeführt, dass die Behörden die Mieten immer häufiger direkt an den Vermieter weiterleiteten, sodass die Mieter gar nicht erst in Zahlungsschwierigkeiten geraten konnten. Zum anderen wissen mittlerweile die meisten Personen um die unangenehmen Folgen von Mietschulden und versuchen diese tunlichst zu vermeiden.

In § 543 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) sind die Rechte der Vermieter bei Mietschulden klar definiert. Bei Mietrückständen kann der Gläubiger dem Mietschuldner eine fristlose Kündigung zustellen bzw. eine Räumungsklage wegen Mietschulden gegen ihn anstrengen. Im schlimmsten Fall können die Mietschulden auch eine Privatinsolvenz nötig machen.

Unter folgenden Voraussetzungen kann der Vermieter eine fristlose Kündigung aussprechen:

  • Der Mieter zahlt zwei Monate überhaupt keine Miete.
  • In zwei aufeinanderfolgenden Monaten wird die Miete nicht komplett bezahlt, wodurch die Mietschulden mindestens eine Monatsmiete umfassen.
  • In mehr als zwei aufeinanderfolgenden Monaten wird die Miete nur teilweise gezahlt, wodurch die Mietschulden mindestens zwei Monatsmieten umfassen.
Die Mietschulden erlöschen nach dem Auszug des Mieters natürlich nicht. Bei Mietschulden beginnt die Verjährung üblicherweise nach drei Jahren. Bei Verhandlungen bzw. einem gerichtlichen Mahnverfahren kann die Verjährungsfrist sogar 30 Jahre betragen.
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Mietschulden – was nun?

Mietschulden: Wer hilft Ihnen in der finanziellen Krise?
Mietschulden: Wer hilft Ihnen in der finanziellen Krise?

Auf die Frage: „Wer hilft mir bei Mietschulden?“ oder „Was kann ich machen?“, gibt es verschiedene Antworten. Sobald Sie bemerken, dass Sie die Miete nicht fristgerecht begleichen können, sollten Sie Ihren Vermieter kontaktieren, um ihn über die Zahlungsschwierigkeiten zu informieren. Im gemeinsamen Gespräch könnten sie sich z. B. darauf einigen, dass Sie die Mietschulden in Raten abzahlen.

Wenn Sie die Mietschulden nicht mittels Ratenzahlung begleichen können, sollten Sie schleunigst professionelle Hilfe suchen. Bei Mietschulden steht Ihnen die Schuldnerberatung offen, wo die geschulten Mitarbeiter Sie dabei unterstützen, die Schulden abzubauen. Finanzielle Hilfe bei Mietschulden erhalten Sie hier allerdings nicht.

Stattdessen erhalten Sie bspw. bei einer drohenden Zwangsräumung wegen der Mietschulden Hilfe und erfahren, wie Sie diese doch noch abwehren können. Gemeinsam mit dem Mitarbeiter der Schuldnerberatung verschaffen Sie sich einen Überblick über Ihre Finanzen und versuchen Ihre Ausgaben zu reduzieren.

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Häufig möchten die Schuldner die Mietschulden durch Darlehen begleichen. Zwar würden die Betroffenen dadurch Zeit gewinnen und eine mögliche Kündigung der Wohnung vermeiden, es würden durch die Zinsen allerdings zusätzliche Kosten auflaufen. Davon abgesehen, ist es schwierig in einer prekären Finanzlage ein Darlehen zu erhalten.

Um künftige Mietschulden zu vermeiden, sollte bei Ihren Zahlungsverpflichtungen die Miete stets an erster Stelle stehen!

Können Sie eine neue Wohnung mieten trotz Mietschulden?

Eine Wohnung mieten, ist mit Mietschulden immer noch möglich.
Eine Wohnung mieten, ist mit Mietschulden immer noch möglich.

Die Chancen bei Mietschulden eine neue Wohnung zu finden, sind nicht sonderlich gut. Längst gehört es zum Standard, dass sich der neue Vermieter eine Schuldenfreiheitsbescheinigung und eine Schufa-Auskunft vorlegen lässt.
Dennoch ist es nicht unmöglich, eine Wohnung zu finden – trotz Mietschulden. Dafür müssen die Schuldner allerdings häufig eine höhere Kaution hinterlegen.

Auch kann der Mietvertrag einer Sozialwohnung trotz Mietschulden unterschrieben werden, so lange ein kreditwürdiger Bekannter sich bereit erklärt, für Sie zu bürgen.

Wann erhalten Sie bei Mietschulden einen Schufa-Eintrag? Dies ist nur der Fall, wenn der Vermieter dort als Mitglied registriert ist oder wenn ein vollstreckbarer Titel gegen Sie vorliegt.
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