Privatinsolvenz: Fünf Nachteile, die Sie kennen sollten

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Kurz & knapp: Das Wichtigste zu den Nachteilen einer Privatinsolvenz

  1. Ein folgenreicher Nachteil der Privatinsolvenz ist ein negativer Schufa-Eintrag. Dieser kann Chancen auf ein neues Mietverhältnis oder einen Kredit schmälern. Außerdem ist das Verfahren selbst mit hohen Kosten verbunden.
  2. Die Insolvenz kann nicht nur materielle, sondern auch persönliche Nachteile nach sich ziehen. Dem Schuldner wird über einen langen Zeitraum hinweg viel Disziplin und Verantwortungsbewusstsein abverlangt. Viele müssen auch mit einem gewissen Imageverlust zurechtkommen.
  3. Allerdings kann die Privatinsolvenz trotz aller Nachteile lohnenswert sein, denn am Ende steht im Idealfall die Restschuldbefreiung.

Diese Nachteile bringt die Privatinsolvenz mit sich

Um alle Gläubiger möglichst umfassend befriedigen zu können, bleibt einem Schuldner in der Privatinsolvenz meist nicht viel Geld übrig. Während der Wohlverhaltensphase (dauert in der Regel sechs Jahre) leben Betroffene am Minimum. Ihr Einkommen müssen sie teilweise an den Treuhänder bzw. Insolvenzverwalter abtreten. Der auf dem Konto verbleibende Betrag richtet sich nach der Pfändungstabelle. Außerdem bringt die Privatinsolvenz folgende Nachteile mit sich:

Die Insolvenz birgt einige Nachteile, z. B. kann im Falle einer Gehaltspfändung der Arbeitgeber von der Situation erfahren.
Die Insolvenz birgt einige Nachteile, z. B. kann im Falle einer Gehaltspfändung der Arbeitgeber von der Situation erfahren.
  1. Negativer Eintrag in der SCHUFA: Künftige Vermieter oder Kreditgeber prüfen, wie wahrscheinlich es ist, dass ein Bewerber seinen Zahlungsverpflichtungen nachkommen. Ein Eintrag in der SCHUFA kann den Score verschlechtern und somit Chancen auf eine neue Wohnung, einen Kredit oder den erfolgreichen Abschluss von Verträgen (z. B. Stromanbieter etc.) schmälern.
  2. Öffentliche Bekanntgabe: Die Eröffnung einer Privatinsolvenz wird veröffentlicht. Nachteile ergeben sich für den Schuldner also auch auf persönlicher Ebene, da mit der Situation auch ein Imageverlust einhergehen kann.
  3. Arbeitgeber wird informiert: Im Falle einer Gehaltsabtretung erfährt meist auch der Arbeitgeber von der misslichen wirtschaftlichen Lage des Betroffenen. Zwar ist dies im Regelfall kein Kündigungsgrund, kann das Vertrauensverhältnis zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer jedoch empfindlich belasten.
  4. Kosten des Verfahrens: Es ist immer zuerst zu prüfen, ob die Insolvenzmasse ausreicht, um die Verfahrenskosten zu decken. Diese werden dem Schuldner nämlich ebenfalls in Rechnung gestellt und obwohl sie sich stunden lassen, belaufen sie sich doch meist auf einen drei- bis vierstelligen Betrag.
  5. Obliegenheiten: Der Schuldner muss einigen Pflichten nachkommen (z. B. Rechenschaftspflicht), um Gläubigern keinen Grund zu liefern, die Versagung der Restschuldbefreiung am Ende zu erwirken. Das erfordert einige Disziplin über einen langen Zeitraum hinweg.
Ist absehbar (und realistisch!), dass sich die Einkommens- oder Vermögenssituation in naher Zukunft ändert, könnte es tatsächlich wenig sinnvoll sein, Privatinsolvenz anzumelden. Die Nachteile können unter Umständen künftige Chancen verbauen. Gerade junge Leute, die kurz vor dem Ende ihrer Ausbildung oder ihres Studiums stehen und in naher Zukunft ins Berufsleben starten, sollten sich diesen Schritt gut überlegen.
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Warum eine Privatinsolvenz trotz zahlreicher Nachteile erstrebenswert sein kann

Trotz zahlreicher Nachteile kann das Insolvenzverfahren lohnenswert sein.
Trotz zahlreicher Nachteile kann das Insolvenzverfahren lohnenswert sein.

Wer sich vor Augen führt, welche Nachteile die Insolvenz mit sich bringt, fragt sich vielleicht, warum diese dann überhaupt als Option infrage kommt. Betroffene sollten nicht vergessen, einen wesentlichen Aspekt des Insolvenzverfahrens in die Waagschale zu werfen: die Restschuldbefreiung.

Wenn Schuldner ihren Obliegenheiten nachkommen und auch sonst ihre Pflichten während des Verfahrens und in der Wohlverhaltensphase erfüllen, steht am Ende idealerweise die Restschuldbefreiung. Die Privatinsolvenz sowie viele Nachteile sind zeitlich begrenzt. Wer durchhält, dem werden noch verbleibende Schulden nach sechs Jahren erlassen.

Wer sich gegen die Privatinsolvenz entscheidet, um Nachteile zu umgehen, sollte aber ebenso gewappnet sein. In diesem Fall muss der Betroffene nämlich selbst mit den Gläubigern verhandeln und versuchen, einen Weg aus den Schulden zu finden. Dabei stellt sich natürlich die Frage, ob dies tatsächlich eine leichtere oder bequemere Alternative ist.

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