Privatinsolvenz für Rentner: Verbraucherinsolvenz in der Rentenzeit

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Kurz & knapp: Das Wichtigste zur Privatinsolvenz

  1. Auch Rentner können bei gegebenem Anlass Privatinsolvenz beantragen.
  2. Der regelmäßige Bezug von Rente wird grundsätzlich gleichgesetzt mit dem Bezug eines Arbeitsentgelts. Demzufolge ist die Rente im Allgemeinen pfändbar.
  3. Gesetzlich ist festgelegt, dass dem Schuldner zur Sicherung des Lebensunterhalts eine bestimmte Summe als Selbstbehalt zusteht.

Im Rentenalter Privatinsolvenz anmelden

Privatinsolvenz können auch Rentner beantragen, wenn es die Umstände erfordern.
Privatinsolvenz können auch Rentner beantragen, wenn es die Umstände erfordern.

Altersarmut ist in Deutschland kein Einzelphänomen. Mit Erreichen des Rentenalters stehen einigen Bürgerinnen und Bürgern wirtschaftliche Schwierigkeiten bevor, wenn statt dem vollen Gehalt nur noch die Rente gezahlt wird.

Außerdem kommen ständige Kostenerhöhungen bei Strom, Gas und Wasser erschwerend hinzu. Nicht zuletzt können auch Mieterhöhungen Auslöser dafür sein, dass Betroffene in eine finanzielle Schieflage geraten, weil Renteneinkünfte und Ausgaben nicht mehr im Gleichgewicht sind.

Die Privatinsolvenz kann für Rentner dann ein Ausweg sein, wenn diese sich nicht im Stande sehen, ohne fremde Hilfe zum finanziellen Gleichgewicht zurückzufinden. Im Gegensatz zur Kreditvergabe ist bei der Eröffnung eines Privatinsolvenzverfahrens nicht das Alter entscheidend. Die Privatinsolvenz kommt für Rentner demnach genauso in Frage wie für jüngere Personen.

Wie funktioniert die Privatinsolvenz für Rentner?

Wenn Sie sich dafür entschieden haben, die Eröffnung eines Verbraucherinsolvenzverfahrens zu beantragen, ist für dieses Vorhaben fachlicher Rat einzuholen bzw. sollten Sie sich vom Fachmann unterstützen lassen.

So sieht es jedenfalls die Insolvenzordnung vor. In der Vorbereitungsphase, die auch als außergerichtliche Schuldenbereinigung bezeichnet wird, ist laut Verordnung eine “geeignete Person oder Stelle” aufzusuchen. Hiermit sind sowohl öffentliche Schuldnerberatungsstellen als auch Anwälte gemeint, die Schuldnern bei Überschuldung helfen und Privatinsolvenzen vorbereiten sowie betreuen.

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Schuldnerberater und Anwälte kümmern sich im Rahmen der Privatinsolvenz für Rentner darum, dass Gespräche mit sämtlichen Gläubigern vorangetrieben werden und bitten diese um Forderungsmitteilung. Im Anschluss wird ein außergerichtlicher Schuldenbereinigungsplan erstellt.

Wie hoch fällt der Selbstbehalt bei der Privatinsolvenz für Rentner aus?

Im Rahmen einer Privatinsolvenz haben Rentner Anspruch auf Selbstbehalt.
Im Rahmen einer Privatinsolvenz haben Rentner Anspruch auf Selbstbehalt.

Im Allgemeinen gilt bei Verbraucherinsolvenzen für Privatpersonen, dass ein Teil des Einkommens während des Verfahrens an den Insolvenzverwalter abzutreten ist.

Dieser ist dann dafür verantwortlich, das Geld fair zwischen den Gläubigern aufzuteilen.

Was gilt aber, wenn die Privatinsolvenz bei Rentnern durchgeführt werden soll, die nicht über ein volles Einkommen aus einer Erwerbstätigkeit, sondern lediglich über die monatliche Rente verfügen?

Der regelmäßige Bezug von Rente wird grundsätzlich gleichgesetzt mit dem Bezug eines Arbeitsentgelts. Demzufolge ist die Rente im Allgemeinen pfändbar. Ebenso wie Arbeitnehmer müssen Rentner jedoch nicht die gesamten Rentenbeträge pfänden lassen.

Gesetzlich ist festgelegt, dass dem Schuldner zur Sicherung des Lebensunterhalts eine bestimmte Summe als Selbstbehalt zusteht. Diese Grenze liegt derzeit bei 1.140 Euro. Wessen Rente den genannten Betrag übersteigt, der ist verpflichtet das darüber hinausgehende Einkommen der Pfändung zur Verfügung zu stellen.

Kann von der Privatinsolvenz die Rentenversicherung betroffen sein?

Welche Vorschriften gelten, wenn jüngere Schuldner vor der Privatinsolvenz stehen, ist in der nachfolgenden Liste zusammengefasst:

  • Rentenversicherungen bleiben während des Insolvenzverfahrens grundsätzlich unangetastet. Das heißt, die gesparten Beträge fallen der Privatinsolvenz nicht zum Opfer.
  • Vorausgesetzt die Rentenanwartschaften sollen erst mit Eintritt ins Rentenalter an die betreffende Person ausgezahlt werden.

Ferner ist es gesetzlich nicht zulässig, im Rahmen eines Verbraucherinsolvenzverfahrens Kapitalauszahlungen durchzuführen. Aus diesem Grund bleibt die Riester-Rente bei einer Privatinsolvenz unangetastet.

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