Titel zur Zwangsvollstreckung: Wie können Sie diesen erwirken?

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Kurz & knapp: Das Wichtigste zum “Titel für die Zwangsvollstreckung”

  1. Was ist ein Vollstreckungstitel? Laut Definition können Gläubiger mit einem Titel eine Zwangsvollstreckung veranlassen, um ihre Schulden einzutreiben.
  2. Ein Titel ist die Voraussetzung für eine Zwangsvollstreckung und hat eine Gültigkeit von 30 Jahren.
  3. Der Titel für eine Zwangsvollstreckung muss beim zuständigen Amtsgericht erwirkt werden.
  4. Bevor der Titel zur Zwangsvollstreckung beantragt werden kann, muss der Gläubiger den Schuldner mehrmals gemahnt haben.

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Vollstreckbarer Titel: Definition, Ablauf, Verjährung

Gläubiger können mit einem Titel eine Zwangsvollstreckung veranlassen, um ihre Schulden einzutreiben zu lassen.
Gläubiger können mit einem Titel eine Zwangsvollstreckung veranlassen, um ihre Schulden einzutreiben zu lassen.

Bei einem Schuldverhältnis besteht für Gläubiger die Möglichkeit, einen Vollstreckungsbescheid bzw. einen Titel zu beantragen, um seine Schulden beim Schuldner eintreiben zu können.

Hat der Gläubiger einen vollstreckbaren Titel oder einen Vollstreckungsbescheid erwirkt, kann er eine sofortige Zwangsvollstreckung in das Vermögen des Schuldners veranlassen.

Wurde der Titel zur Zwangsvollstreckung erwirkt und der Vollstreckungsbescheid an den Schuldner geschickt, ist die Verjährung unterbrochen, womit die bestehenden Forderungen langfristig gesichert werden.

Um die Zwangsvollstreckung zu betreiben, muss der Gläubiger zunächst einen Antrag auf Erlass eines vollstreckbaren Titels stellen. Doch zuvor muss er einen Mahnbescheid beantragen, der die Verjährung der Forderung hemmt und ein gerichtliches Mahnverfahren eröffnet. Ohne den Mahnbescheid darf der Titel nicht beantragt werden.

Nach Erhalt des Mahnbescheides hat der Schuldner die Möglichkeit, Widerspruch gegen die Forderung zu erheben. Widerspricht der Schuldner dem Mahnbescheid nicht innerhalb von zwei Wochen, kann der Gläubiger den Vollstreckungsbescheid beantragen. Die Frist für den Antrag auf diesen Titel für die Zwangsvollstreckung beträgt sechs Monate nach Zustellung des Mahnbescheids.

Wie können Sie einen vollstreckbaren Titel zur Zwangsvollstreckung erwirken?

Bevor Sie einen Titel für die Zwangsvollstreckung erhalten, erfolgt zunächst ein außergerichtliches Mahnverfahren. Haben Sie offene Schulden bei einem Gläubiger und zahlen diese nicht, wird er Ihnen Zahlungsaufforderungen in Form von Mahnungen schicken, durch die Sie in Verzug gesetzt werden. Sie können jedoch auch ohne Mahnung in Verzug geraten, wenn es zuvor ein eindeutiges Zahlungsziel gab, auf das Sie hingewiesen wurden.

Die Voraussetzung für einen Mahnbescheid ist demnach, dass Sie als Schuldner mit der Zahlung im Verzug sind. Der Mahnbescheid muss beim zuständigen Gericht beantragt werden.

Bevor Sie einen Titel für die Zwangsvollstreckung erhalten, erfolgt zunächst ein außergerichtliches Mahnverfahren.
Bevor Sie einen Titel für die Zwangsvollstreckung erhalten, erfolgt zunächst ein außergerichtliches Mahnverfahren.

Grundsätzlich kann so oft gemahnt werden, wie der Gläubiger möchte. Jedoch wird in der Praxis nach der 2. oder 3. Mahnung ein Mahnbescheid beantragt. Ab der 2. Mahnung können Kosten für die Mahnung entstehen. Mit der Sendung des Mahnbescheides wird das gerichtliche Mahnverfahren eröffnet. Geht der Mahnbescheid bei Ihnen ein, haben Sie zwei Wochen Zeit, um gegen diesen Widerspruch einzulegen.

Wird innerhalb von zwei Wochen kein Widerspruch eingelegt, folgt dem Mahnbescheid ein Titel zur Zwangsvollstreckung. Ist dieser rechtskräftig, hat der Gläubiger die Grundlage für die Zwangsvollstreckung.

Haben Sie einen Mahnbescheid erhalten, sollten Sie unbedingt die gegen Sie geltend gemachten Forderungen genauestens kontrollieren. Das Amtsgericht prüft grundsätzlich nicht, ob die Forderung sowie deren Höhe rechtmäßig ist. Das Gericht prüft nur, ob der Mahnbescheid formal korrekt ist.

Wie lange ist ein Titel für die Zwangsvollstreckung gültig?

Wann tritt die Verjährung für einen Titel zur Zwangsvollstreckung ein? Ein Vollstreckungsbescheid oder ein Titel hat eine Gültigkeit von 30 Jahren, wenn in der Zwischenzeit keine Verjährungsunterbrechung erfolgt.

Trotz Verjährungsunterbrechung können jedoch die Zinsen verjähren. Um die Verjährung der Zinsen zu verhindern, kann der Gläubiger diese ebenfalls titulieren lassen.

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Eine Verjährungsunterbrechung erfolgt in der Praxis meistens durch Klage oder Widerspruch gegen den Vollstreckungsbescheid.

Was passiert nach einem Titel für die Zwangsvollstreckung?

Mit dem Titel für die Zwangsvollstreckung kann der Gläubiger sofort eine Vollstreckung gegen den Schuldner einleiten.
Mit dem Titel für die Zwangsvollstreckung kann der Gläubiger sofort eine Vollstreckung gegen den Schuldner einleiten.

Mit dem Titel für die Zwangsvollstreckung kann der Gläubiger sofort eine Vollstreckung gegen den Schuldner einleiten. Er kann mit dem Titel zur Zwangsvollstreckung einen Gerichtsvollzieher beauftragen, dem Schuldner den Bescheid zuzustellen oder ihm diesen per Post zuzusenden. Wird ein Gerichtsvollzieher beauftragt, kann dieser bereits bei der Zustellung mit dem Titel die Zwangsvollstreckung durchführen.

Was kommt nach dem Titel für die Zwangsvollstreckung? Die Folgen sind meistens Lohnabtretungen und Pfändung, beispielsweise Kontopfändung, Lohnpfändung oder Sachpfändung.

Sie wohnen im Ausland und planen eine Vollstreckung? Hat ein ausländischer Titel die gleiche Wirkung wie ein deutscher Titel? Gemäß § 1112 Zivilprozessordnung (ZPO) sind ausländische Titel in Deutschland vollstreckbar, ohne dass es einer Vollstreckungsklausel bedarf. Es ist dagegen nicht möglich, eine Vollstreckung ohne Titel durchzuführen. In diesem Fall macht sich der Gläubiger strafbar.
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