Treuhänder: Definition und Aufgaben

Von schuldnerberatung.com, letzte Aktualisierung am: 23. November 2020

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Kurz & knapp: Das Wichtigste zum Treuhänder

  1. Ein Treuhänder ist eine Person, der ein Recht übertragen wird, vorausgesetzt, sie nutzt dieses Recht nicht zu ihrem eigenen Vorteil.
  2. Die Treuhand soll der Absicherung und dem Schutz für alle beteiligten Personen dienen.
  3. In der Wohlverhaltensphase fungiert der Treuhänder als Vermittler des Gerichts.
  4. Es gibt die Vollrechtstreuhand, Ermächtigungstreuhand und gesetzliche Treuhand.

Was ist ein Treuhänder?

Ein Treuhänder eine private oder juristische Person, der von einer dritten Person durch Vertrag ein bestimmtes Recht übertragen wird.
Ein Treuhänder ist eine private oder juristische Person, der von einer dritten Person durch Vertrag ein bestimmtes Recht übertragen wird.

Laut Definition ist ein Treuhänder eine private oder juristische Person, der von einer dritten Person durch Vertrag ein bestimmtes Recht übertragen wird. Die Bedingung für eine Treuhandschaft ist, dass der Treuhänder sein Recht nicht zu seinem eigenen Vorteil nutzt. Welche Rechte und Pflichten ein Treuhänder hat, wird in der Regel in einem Vertrag festgelegt.

Die Treuhand ist eine Absicherung für alle beteiligten Personen, die an eine Vertragsform gebunden sind. In der Regel werden die Vertragspartner Treugeber und Treunehmer – oder auch Treuhänder – genannt.

Bei einer Treuhandschaft gibt es die rechtsgeschäftlich gestalteten Treuhänder und die gesetzlichen Treuhänder. Bei der rechtsgeschäftlich gestalteten Treuhandschaft ergeben sich die Pflichten und Rechten aus dem Treuhandvertrag. Bei einer gesetzlichen Treuhandschaft ergeben sich diese aus der Bestallungsurkunde.

Welche Formen der Treuhandschaft gibt es?

Für Treuhänder gibt es keine einheitliche Erscheinungsform, die gesetzlich geregelt ist. Jedoch ist treuhänderisch laut Definition jemand, der auf jeden Fall, zumindest im Zusammenhang mit seinen Befugnissen und Ausübungen für den Treugeber, vertrauenswürdig und uneigennützig sein muss.

Wer kann Treuhänder sein? Treuhänder können Banken, Treuhandgesellschaften, Notare oder eine Wirtschaftsprüfung sein.

Treuhänder treten in Deutschland in folgenden Erscheinungsformen auf:

  • Vollrechtstreuhand: Nach außen erwirbt der Treuhänder das volle Recht am Treugut. Der Treuhänder wird also in dem Fall der Eigentümer des Treuguts.
  • Ermächtigungstreuhand: In diesem Falle darf der Treuhänder zwar im eigenen Namen über das Treugut verfügen, ihm wird das Treugut jedoch nicht übertragen.
  • Gesetzliche Treuhand: Diese Form der Treuhandschaft dient zur Sicherung und zum Schutz von Vermögenswerten von Personen, die entweder abwesend oder nicht geschäftsfähig sind.

Gibt es zwischen einem Treuhänder und einem Insolvenzverwalter einen Unterschied?

Im Falle einer Insolvenz sind Treuhänder und Insolvenzverwalter diejenige, die über das Vermögen des Schuldners verfügen.
Im Falle einer Insolvenz sind Treuhänder und Insolvenzverwalter diejenigen, die über das Vermögen des Schuldners verfügen.

Im Falle einer Insolvenz sind Treuhänder und Insolvenzverwalter diejenigen, die über das Vermögen des Schuldners verfügen.

Ein Treuhänder heißt im Insolvenzverfahren Insolvenzverwalter. Treuhänder heißt er erst in der sogenannten Wohlverhaltensphase.

Vor der Gesetzesreform vom 15.08.2013, bevor das “Gesetz zur Verkürzung des Restschuldbefreiungsverfahrens und zur Stärkung der Gläubigerrechte” am 01.07.2014 rechtskräftig wurde, hieß der Treuhänder in der Insolvenz ebenfalls so im Verbraucherinsolvenzverfahren.

Der allgemeine Unterschied zwischen einem Treuhänder und einem Buchhalter ist, dass ein Treuhänder über mehr Rechte verfügt und selbständig handeln kann, während ein Buchhalter nach Anweisungen agiert.
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Was sind die Aufgaben und Pflichten eines Treuhänders?

Was macht ein Treuhänder? Wenn eine Privatinsolvenz eröffnet wird, was darf der Treuhänder?

Zunächst besteht bei einer Treuhandschaft die sogenannte Treuhandpflicht, die besagt, dass der Treuhänder eine Gefährdung oder eine Veruntreuung vermeiden muss und die treuhänderische Verwaltung in transparenter Art und Weise halten muss.

Ein Treuhänder wird bei Insolvenz vom Gericht bestellt und hat unter anderem die Aufgabe, sich um den korrekten Verlauf des Verfahrens zu kümmern. Sämtliche Kontakte zu den Gläubigern laufen über den Treuhänder ab.

Zu den Aufgaben von einem Treuhänder gehören die gerechte Aufteilung des vorhandenen Vermögens des Schuldners an die Gläubiger und die monatlichen Zahlungen. Er fungiert also als Vermittler des Gerichts. Bei Zwangsversteigerungen übernimmt der Treuhänder auch die Durchführung.

Treuhänder gesucht: Wie können Sie einen Treuhänder finden? In der Regel wird ein Treuhänder vom Gericht bestellt. Es gibt Firmen, unter anderem GmbH, in denen Treuhänder beschäftigt sind.
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Treuhänder: Definition und Aufgaben
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Ein Kommentar

  1. Fernando said:

    Ein guten Tag,
    Ich bin auf die Suche auf einen Treuhänder. Ich bin ein Privat Person, die sein Geld investieren will und sucht so eine Person, die mir helfen kann. Gibt es Treuhänder für private Personen?

    Vielen Dank

    24. Januar 2020
    Reply

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