Vollstreckungsauftrag: Beauftragung des Gerichtsvollziehers

Von schuldnerberatung.com, letzte Aktualisierung am: 25. August 2020

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Kurz und knapp: Das Wichtigste zum Vollstreckungsauftrag

    1. Der Vollstreckungsauftrag dient der Beauftragung eines Gerichtsvollziehers, damit dieser z. B. eine Pfändung beim Schuldner durchführt.
    2. Um einen solchen Auftrag zu geben, ist ein vollstreckbarer Titel vonnöten.
    3. Für den Vollstreckungsauftrag muss das offizielle Formular verwendet werden.

Was ist ein Vollstreckungsauftrag?

Vollstreckungsauftrag: Mit diesem kann der Gerichtsvollzieher zum Beispiel eine Pfändung durchführen.
Vollstreckungsauftrag: Mit diesem kann der Gerichtsvollzieher zum Beispiel eine Pfändung durchführen.

Wenn jemand Schulden hat, ist der jeweilige Gläubiger in der Regel daran interessiert, seine Ansprüche auf die Zahlung der Geldforderungen geltend zu machen. Dies kann er auf verschiedenen Wegen machen, zum Beispiel mit einem gerichtlichen Mahnverfahren. Wenn er dann einen vollstreckbaren Titel erlangt hat, etwa ein Urteil oder einen Vollstreckungsbescheid, kann er die Zwangsvollstreckung veranlassen.

Für eine solche ist der Gerichtsvollzieher zuständig. Hierfür muss der Vollstreckungsauftrag an den Gerichtsvollzieher gestellt werden.

Voraussetzungen für einen Vollstreckungsauftrag

Um seine Forderungen auf dem Wege der Zwangsvollstreckung einzutreiben, muss also der Gerichtsvollzieher mit einem Zwangsvollstreckungsauftrag (ZV-Auftrag) mit dieser Aufgabe betraut werden. Dies ist aber wie gesagt nur dann möglich, wenn ein vollstreckbarer Titel vorliegt. Dieser kann beispielsweise im Rahmen eines gerichtlichen Klageverfahrens oder eines Mahnverfahrens erlangt werden.

Mit einem solchen Urteil, gerichtlichen Vergleich oder Vollstreckungsbescheid kann der Gerichtsvollzieher beim Schuldner die Pfändung durchführen.

Ein Vollstreckungsauftrag ist nur dann erforderlich, wenn die Vollstreckung nicht vom Gericht selbst vorgenommen wird. Ohne einen entsprechenden Antrag auf Zwangsvollstreckung wird der Gerichtsvollzieher dann nicht tätig.

Antrag auf Vollstreckung stellen

Wenn die Notwendigkeit und die Voraussetzungen für einen Vollstreckungsauftrag vorliegen, kann dieser beim Gericht bzw. beim Gerichtsvollzieher gestellt werden. Für diesen Vollstreckungsauftrag an den Gerichtsvollzieher ist kein Muster erforderlich, da er nur mittels eines offiziellen Formulars übermittelt werden kann. Dieses ist zwingend zu verwenden.

Verfügbar ist das für den Vollstreckungsauftrag zu verwendende Formular auf der Internetseite des Bundesjustizministeriums als elektronische PDF-Datei, welche am Computer ausgefüllt werden kann. Anschließend muss das Dokument ausgedruckt und in Papierform an das Gericht geschickt werden.

Wer lieber den Vollstreckungsauftrag an den Gerichtsvollzieher auf Papier ausfüllen möchte, kann diese Formulare in der Regel auch in gut sortierten Schreibwarenhandlungen erwerben.

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Was enthält das Formular zum Vollstreckungsauftrag?

Vollstreckungsauftrag: Das offizielle Formular ist beim Antrag zwingend zu verwenden.
Vollstreckungsauftrag: Das offizielle Formular ist beim Antrag zwingend zu verwenden.

Die Angaben im Formular umfassen im ersten Teil zunächst die grundsätzlichen Angaben zu beiden Parteien, also dem Gläubiger, welcher den Vollstreckungsauftrag gibt, und dem Schuldner, bei dem vollstreckt werden soll. Außerdem müssen die Dokumente angegeben werden, die dem Gerichtsvollzieher übergeben werden. Hierzu zählt etwa der vollstreckbare Titel.

Im Anschluss kommt schließlich der eigentliche Vollstreckungsauftrag, nämlich die Angabe darüber, was der Gerichtsvollzieher genau machen soll. Dies kann zum Beispiel die Zustellung des Vollstreckungstitels sein, die Abnahme der Vermögensauskunft oder der Erlass eines Haftbefehls. Auch eine Pfändung oder Ermittlungen z. B. zum Aufenthaltsort des Schuldners können in Auftrag gegeben werden.

In einem weiteren Modul des neunseitigen Formulars können Hinweise für den Gerichtsvollzieher eingetragen sowie die Anwaltskosten des Gläubigers angegeben werden.

Insgesamt bieten die Formulare für den Vollstreckungsauftrag an die Gerichtsvollzieher vielfältige Möglichkeiten und einen breiten Handlungsspielraum für den Gläubiger. Welche und wie viele Aufträge er dem Gerichtsvollzieher in welcher Reihenfolge gibt, bleibt ihm überlassen – doch im Zweifel kann die Beratung durch einen spezialisierten Rechtsanwalt helfen, die sinnvollste und kostengünstigste Variante zu wählen.
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