Wer bezahlt den Insolvenzverwalter bei einem Privatinsolvenzverfahren?

Von schuldnerberatung.com, letzte Aktualisierung am: 23. November 2020

Was ist für Sie der beste Weg aus den Schulden?
Prüfen Sie jetzt kostenlos Ihre Möglichkeiten!
Online Schuldenanalyse →

Kurz & knapp: Das Wichtigste zur Frage „Wer zahlt den Insolvenzverwalter?“

  1. Wer bezahlt den Insolvenzverwalter? Der Schuldner kommt mit seiner Insolvenzmasse für diese Kosten sowie für die des Gerichts auf.
  2. Je höher der Wert der Vermögensgesamtheit ist, desto höher das Gehalt des Insolvenzbetreuers. Jedoch sinkt der Prozentwert mit steigendem Vermögen des Schuldners.
  3. Die Höhe der Gebühren für den Verwalter richtet sich nach dem Wert des Gesamtvermögens sowie der Anzahl der Personen und Firmen, bei denen der Schuldner offene Forderungen zu beklagen hat.

Wer zahlt die Vergütung vom Insolvenzverwalter?

Wer zahlt den Insolvenzverwalter?
Wer zahlt den Insolvenzverwalter?

Schulden sind für die meisten Menschen ein unangenehmes Thema vor allem, wenn sie in Verzug geraten. Sie müssen sich zunächst eingestehen, dass sie Probleme bei der Rückzahlung haben. Auf der Suche nach einem Lösungsansatz stoßen Schuldner schnell auf die Privatinsolvenz.

Am Ende so einer Insolvenz für Privatpersonen steht im Idealfall die Restschuldbefreiung. Diese soll einen wirtschaftlichen Neuanfang nach Jahren der Verschuldung ermöglichen. Jedoch stellt sich auch schnell die Frage: Wer bezahlt den Insolvenzverwalter? Dieser und weiteren Fragen gehen wir in diesem Ratgeber auf den Grund.

Das Insolvenzgericht bestimmt einen Verwalter und betraut ihn mit Aufgaben

Wer bezahlt den Insolvenzverwalter bei der Privatinsolvenz?
Wer bezahlt den Insolvenzverwalter bei der Privatinsolvenz?

Um die Frage „Wer bezahlt den Insolvenzverwalter?“ beantworten zu können, ist zunächst der Blick auf dessen Aufgaben interessant. Sobald ein Insolvenzverfahren bei Gericht eröffnet wird, legt dieses einen Insolvenzverwalter fest. Dieser wird die Insolvenzmasse des Schuldners in Besitz nehmen, verwalten und damit die Gläubiger befrieden.

Dazu fertigt er eine Insolvenztabelle an sowie ein Verzeichnis über die Klienten und etwaige Masseverbindlichkeiten. Massegläubiger werden in einem Insolvenzverfahren vorrangig behandelt. Ihre offenen Forderungen werden im Gegensatz zu den Insolvenzforderungen vollständig bezahlt. Bei Unternehmen etwa stellt der Lohn unter Umständen so eine Masseverbindlichkeit dar.

Was ist für Sie der beste Weg aus den Schulden?
Prüfen Sie jetzt kostenlos Ihre Möglichkeiten!
Online Schuldenanalyse →

Wer bezahlt nun den Insolvenzverwalter bei einer Privatinsolvenz?

Grundsätzlich muss der Schuldner für die Kosten des Insolvenzverwalters selbst aufkommen. Das erscheint zunächst unklar, weil Personen, sie sich bereits in Zahlungsverzug befinden, in der Regel nur wenig Geld zum Leben zur Verfügung haben. Die Insolvenzmasse spielt hierbei eine entscheidende Rolle. Laut Insolvenzrecht lässt sich die Frage „Wer bezahlt den Insolvenzverwalter?“ wie folgt beantworten:

Der Insolvenzverwalter bezieht sein Gehalt aus der Vermögensmasse des Schuldners in Abhängigkeit zur Anzahl der Gläubiger. Der Prozentsatz der Vergütung sinkt mit steigendem Wert der Masse. Dies ist in § 53 Insolvenzordnung (InsO) festgehalten:

Aus der Insolvenzmasse sind die Kosten des Insolvenzverfahrens und die sonstigen Masseverbindlichkeiten vorweg zu berichtigen.

Die Insolvenzmasse beschreibt die Gesamtheit des Vermögens, das der Schuldner bei Eröffnung des Insolvenzverfahrens besitzt oder währenddessen erlangt. Dieses kann gepfändet und zur Tilgung der Schulden eingesetzt werden. Persönliche Gegenstände und jene, die einem einfachen Leben dienen, wie Kleidung oder Möbel gehören nicht dazu.

Wie hoch ist die Vergütung?

Nun wäre geklärt, dass die Kosten für das Verfahren aus dem Vermögen des Schuldners beglichen werden müssen. § 54 InsO beschreibt, welche Beträge zu den Kosten des Verfahrens gehören:

Kosten des Insolvenzverfahrens sind. 1. Die Gerichtskosten für das Insolvenzverfahren; 2. Die Vergütung und die Auslagen des vorläufigen Insolvenzverwalter, des Insolvenzverwalters und der Mitglieder des Gläubigerausschusses.

Wer zahlt? Die Vergütung vom Insolvenzverwalter kann sehr unterschiedlich ausfallen.
Wer zahlt? Die Vergütung vom Insolvenzverwalter kann sehr unterschiedlich ausfallen.

Das bedeutet, dass vor der Befriedigung der Gläubiger die Gebühren für den Insolvenzbetrauten sowie für das Gericht stehen. Reicht das Vermögen des Schuldners dazu nicht aus, kann das Gericht den Antrag auf Privatinsolvenz mangels Masse ablehnen oder eine Stundung gewähren.

Beträgt der Wert aller pfändbaren Gegenstände und Wertanlagen sowie der pfändbare Anteil des Gehaltes des Schuldners bis zu 25.000 Euro, so erhält der Insolvenzbetraute davon 40 Prozent. Bei insgesamt bis zu 50.000 Euro sind es 25 Prozent. Liegt die Anzahl der Gläubiger bei maximal zehn, bekommt der Betreuer für die Insolvenz mindestens 1000 Euro. Beträgt die Anzahl zwischen elf und 30, steigt die Höhe der Vergütung um je 150 Euro pro fünf Gläubiger an.

Schuldner können sich stets mit ihren Fragen an eine Schuldnerberatung wenden. Diese erörtert Ihnen Ihre Möglichkeiten, schnell wieder schuldenfrei zu werden und Ihre Zahlungsfähigkeit wiederherzustellen. Zur Frage „Wer bezahlt den Insolvenzverwalter“ können die geschulten Schuldnerberater nähere Informationen geben.

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (35 Bewertungen, Durchschnitt: 4,77 von 5)
Wer bezahlt den Insolvenzverwalter bei einem Privatinsolvenzverfahren?
Loading...
Was ist für Sie der beste Weg aus den Schulden?
Prüfen Sie jetzt kostenlos Ihre Möglichkeiten!
Online Schuldenanalyse →

Ersten Kommentar schreiben

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.