Maßnahme der Zwangsvollstreckung: Wann eine Pfändung droht

Von schuldnerberatung.com, letzte Aktualisierung am: 22. November 2020

Was ist für Sie der beste Weg aus den Schulden?
Prüfen Sie jetzt kostenlos Ihre Möglichkeiten!
Online Schuldenanalyse →

Kurz und knapp: Das Wichtigste zur Pfändung als Zwangsvollstreckung

  1. Zur Zwangsvollstreckung durch Pfändung greifen viele Gläubiger, wenn Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen.
  2. Damit eine Pfändung möglich ist, muss dem Schuldner zuvor ein Vollstreckungstitel mit entsprechender Vollstreckungsklausel zugestellt worden sein.
  3. Es gibt verschiedene Arten der Pfändung: Konto-, Lohn- bzw. Gehalts-, Taschen- und Sachpfändung.

Berechnen Sie jetzt, wie viel Ihres Einkommens pfändbar ist!

Wann kommt es zur Zwangsvollstreckung durch eine Pfändung?

Damit es zu einer Zwangsvollstreckung  durch Pfändung kommt, muss ein Vollstreckungstitel vorliegen.
Damit es zu einer Zwangsvollstreckung durch Pfändung kommt, muss ein Vollstreckungstitel vorliegen.

Miete, Versicherungen, Rechnungen für Online-Einkäufe, Kreditraten: Monat für Monat müssen Verbraucher viele offene Posten bezahlen. Bei einer großen Anzahl von Menschen reicht schon eine kleine Verschlechterung ihrer finanziellen Lage und sie können ihren Zahlungsverpflichtungen nicht mehr gänzlich nachkommen.

Dann häufen sie Schulden an. Die betroffenen Gläubiger, die vergeblich auf ihr Geld warten, haben jedoch gewisse Optionen, um die Forderungen doch noch durchzusetzen. Sie können unter anderem ein gerichtliches Mahnverfahren anstoßen oder eine Klage gegen den Schuldner einreichen.

Liegt schließlich ein Vollstreckungstitel vor, verfügt dieser über eine Vollstreckungsklausel und wurde er dem Schuldner ordnungsgemäß zugestellt, darf der Gläubiger Zwangsvollstreckungsmaßnahmen ergreifen. Der Schuldner wird dann mit einem Vollstreckungsbescheid über die Pfändung oder eine andere Form der Vollstreckung informiert.

Die bekannteste Form der Zwangsvollstreckung ist die Pfändung. Mit dieser kann der Gläubiger seine Forderungen durchsetzen. Daneben gibt es aber noch andere Arten der Vollstreckung. Dazu gehören unter anderem die Zwangsversteigerung von Immobilien oder die Abnahme der Vermögensauskunft durch einen Gerichtsvollzieher.
Was ist für Sie der beste Weg aus den Schulden?
Prüfen Sie jetzt kostenlos Ihre Möglichkeiten!
Online Schuldenanalyse →

Verschiedene Arten der Pfändung: Welche gibt es?

Im Zusammenhang mit der Zwangsvollstreckung kann eine Pfändung auf verschiedene Weisen erfolgen. Wir gehen im Folgenden kurz auf die unterschiedlichen Arten der Pfändung ein:

  • Kontopfändung: Das Konto wird gesperrt und der Gläubiger kann auf das Guthaben zugreifen. Schutz bietet nur die Einrichtung eines P-Kontos.
  • Gehalts- bzw. Lohnpfändung: Der Arbeitgeber des Schuldners wird dazu verpflichtet, dem Gläubiger über einen gewissen Zeitraum den pfändbaren Teil des Einkommens des Betroffenen zu überweisen. Der Schuldner erhält also nicht sein komplettes Gehalt bzw. seinen vollständigen Lohn ausgezahlt.
  • Sachpfändung: Hierzu besucht ein Gerichtsvollzieher den Schuldner in seiner Wohnung. Dort sucht er nach pfändbaren Gegenständen. Diese werden dann versteigert und der Erlös geht an den Gläubiger.
  • Taschenpfändung: Auch diese wird von einem Gerichtsvollzieher durchgeführt. Er darf dem Schuldner bestimmte Gegenstände, die er bei sich trägt, abnehmen. Dazu darf er die getragene Kleidung durchsuchen.

Besondere Regelungen: Pfändung durch das Finanzamt

Eine Art der Zwangsvollstreckung ist die Kontopfändung.
Eine Art der Zwangsvollstreckung ist die Kontopfändung.

Damit es zur Zwangsvollstreckung durch Pfändung kommen kann, müssen, wie bereits erwähnt, gewisse Voraussetzungen erfüllt werden. Leichter fällt die Eintreibung von Forderungen, wenn es sich beim Gläubiger um das Finanzamt handelt.

Dieses darf eine Vollstreckung nämlich durchführen, ohne dass zunächst ein Gericht eingeschaltet werden muss. Ist ein Steuerbescheid wirksam, so kann direkt aus diesem vollstreckt werden. In der Regel erhalten Schuldner zunächst eine Mahnung. Danach wird dem Betroffenen eine Vollstreckungsankündigung zugestellt. Zahlt der Schuldner dann immer noch nicht, wird die Zwangsvollstreckung, ob durch Pfändung oder eine andere Maßnahme, eingeleitet, ohne dass dies noch einmal gesondert angekündigt wird.

Gehen Sie davon aus, dass das Finanzamt eine Pfändung ohne vorherige Vollstreckungsankündigung in die Wege geleitet hat? In diesem Fall ist es empfehlenswert, wenn sich Schuldner an einen Anwalt wenden. Dieser kann den Fall prüfen und Sie dazu beraten, wie Sie am besten vorgehen.

Droht eine Zwangsvollstreckung durch Pfändung, weil Sie Schulden beim Finanzamt angehäuft haben? Die Zwangsvollstreckung wird nicht durchgeführt, wenn Sie den offenen Betrag pünktlich zahlen. Doch was können Sie tun, wenn Ihnen dies finanziell nicht möglich ist? Sie können unter anderem einen Antrag auf Stundung des Betrages stellen. Glauben Sie, dass der Steuerbescheid fehlerhaft ist, können Sie gegen diesen Einspruch einlegen.
1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (55 Bewertungen, Durchschnitt: 4,70 von 5)
Maßnahme der Zwangsvollstreckung: Wann eine Pfändung droht
Loading...
Was ist für Sie der beste Weg aus den Schulden?
Prüfen Sie jetzt kostenlos Ihre Möglichkeiten!
Online Schuldenanalyse →

Ersten Kommentar schreiben

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.