Folgen von Schulden: Welche Konsequenzen drohen?

Kurz und Knapp: Das Wichtigste zu „Folgen von Schulden“

  1. Eine der Folgen von Schulden ist, dass Ihnen Verträge gekündigt werden. Dies gilt für Mietverträge, Leasingverträge, Bankverträge etc.
  2. Wenn die Zahlungen nicht mehr geleistet werden, entstehen Verzugszinsen und Rechtsverfolgungskosten.
  3. Der Schuldner erhält bei Nichtzahlung einen negativen Eintrag bei der SCHUFA.
  4. Weitere Folgen von Schulden sind Überschuldung, Privatinsolvenz, Pfändungen, Zwangsvollstreckung, Abgabe von einer Eidesstattlichen Erklärung und psychische Belastungen.

Weitere Ratgeber zum Thema “Folgen von Schulden”:

Inkasso Ins Gefängnis wegen Schulden Mahnbescheid Zahlungsunfähigkeit Zwangsvollstreckung

Bestehende Verträge werden aufgelöst

Welche Folgen von Schulden gibt es?
Welche Folgen von Schulden gibt es?

Wenn aufgrund von einer Überschuldung monatliche Zahlungen nicht mehr getätigt werden können, also eine Zahlungsunfähigkeit vorliegt, kann eine Kündigung drohen.

Dabei kann es sich um einen Mietvertrag, einen Leasingvertrag oder einen Bankvertrag handeln. Bei einem Mietvertrag hat der Vermieter beispielsweise das Recht, das Mietverhältnis fristlos zu kündigen, wenn der Mieter an zwei aufeinander folgenden Monaten die Miete nicht zahlt.

Bei anderen Verträgen richtet sich das Kündigungsrecht nach den jeweiligen Geschäftsbedingungen.

Ein Vertrag wird jedoch nicht immer gekündigt, wenn die monatliche Zahlung nicht geleistet wird. Es besteht auch die Möglichkeit, diesen beitragsfrei für eine bestimmte Dauer ruhen zu lassen. Wenn nach dieser Dauer immer noch nicht gezahlt wird, erfolgt in der Regel die Kündigung.

Verzugszinsen und Rechtsverfolgungskosten fallen an

Schulden haben nicht nur Kündigungen zur Folge, sie verursachen zudem noch weitere Kosten. Ab dem Zeitpunkt, ab dem der Schuldner die Verbindlichkeiten nicht mehr begleichen kann, fallen Verzugszinsen an. In der Regel betragen diese laut § 288 Absatz 1 des Bürgerlichen Gesetzbuches jährlich fünf Prozentpunkte über dem Basiszinssatz. Beim Vertragsabschluss können die Parteien jedoch einen anderen Zinssatz vereinbaren.

Darüber hinaus fallen noch weitere Kosten für Mahnungen und Einschaltung von Inkassodiensten an. Grundsätzlich ist der Schuldner verpflichtet, alle Kosten zu ersetzen, die der Gläubiger für die Beitreibung seines Außenstandes aufwendet. Diese Kosten sind beispielsweise:

  • Mahnkosten: Diese entstehen, wenn der Gläubiger selbst einen Mahnbescheid an den Schuldner schickt oder dafür einen Rechtsanwalt bzw. ein Inkasso einschaltet.
  • Kosten, die durch ein Zwangsvollstreckungsverfahren entstehen.
  • Kosten, die durch ein Gerichtsverfahren entstehen, u. a. Anwaltskosten.

Die Höhe der Mahn- und Inkassokosten richtet sich nach der Höhe der Verbindlichkeit. Ebenso verhält es sich mit den Kosten für das Gericht und für den Anwalt.

Negativer Eintrag bei der SCHUFA

Folgen von Schulden sind u. a. die Kündigung von Verträgen oder ein negativer SCHUFA-Eintrag.
Folgen von Schulden sind u. a. die Kündigung von Verträgen oder ein negativer SCHUFA-Eintrag.

Eine der Folgen von Schulden ist, dass der Betroffene einen negativen Eintrag bei der SCHUFA bekommt, der ihm die Möglichkeit nimmt, Verträge zu schließen oder Kredite aufzunehmen. Geldinstitute oder andere Unternehmen wollen nämlich einen kreditwürdigen Partner haben, schließlich wollen sie sich davor schützen, auf den Kosten sitzen zu bleiben.

Mit einem negativen Eintrag bei der SCHUFA bleibt dem Schuldner meistens nichts anderes übrig, als Kredite aus dem Ausland oder von einem unseriösen Kreditinstitut aufzunehmen. Dies hat wiederum zur Folge, dass noch mehr Kosten entstehen und eine Überschuldung droht.

Darüber hinaus haben Schulden noch diese Folgen:

  • Pfändungen und Zwangsvollstreckung.
  • Besuch vom Gerichtsvollzieher.
  • Totale Überschuldung: Eine Überschuldung liegt dann vor, wenn das Vermögen des Schuldners nicht mehr reicht, um seine bestehenden Verbindlichkeiten zu decken und das Unternehmen demnach nicht mehr fortgeführt werden kann.
  • Privatinsolvenz: Für viele verschuldete Personen ist die Privatinsolvenz die einzige Möglichkeit, ein schuldenfreies Leben zu führen. Nach sechs Jahren Insolvenzlaufzeit sind Sie Ihre Schulden los.
  • Psychische Folgen.
  • Der Schuldner muss unter Umständen eine Eidesstattliche Erklärung abgeben. Diese wird aktuell auch Vermögensauskunft genannt.
1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (40 Bewertungen, Durchschnitt: 4,40 von 5)
Loading...

Ersten Kommentar schreiben

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.