Haushaltsschulden privater und öffentlicher Haushalte

Kurz & knapp: Das Wichtigste zu Haushaltsschulden

  1. Wer von Haushaltsschulden spricht, meint in der Regel Schulden öffentlicher bzw. kommunaler Einrichtungen. Synonym wird auch der Begriff Staatsschulden oder Staatsverschuldung verwendet.
  2. Trotzdem kann zwischen privaten und öffentlichen Haushalten sowie dem staatlichen Haushalt insgesamt unterschieden werden.
  3. Die staatlichen Haushaltsschulden lassen sich auf der Schuldenuhr des Bundes der Steuerzahler ablesen. Die Schuldensituation privater Haushalte kann im Schuldner-Atlas nachgelesen werden.

Öffentlicher Haushalt: Wie viele Schulden hat Deutschland?

Öffentlicher Haushalt: Schulden die Deutschland aufnimmt können auch als Haushaltsschulden bezeichnet werden.
Öffentlicher Haushalt: Schulden die Deutschland aufnimmt können auch als Haushaltsschulden bezeichnet werden.

Deutschland ist nicht das einzige Land, welches trotz starker Wirtschaft verschuldet ist. Die Haushaltsschulden öffentlicher bzw. kommunaler Haushalte lassen sich zusammengefasst auch als Staatsschulden bezeichnen.

In der Politik wird in diesem Zusammenhang oft die sogenannte schwarze Null angepriesen. Sie bezeichnet das Bestreben des Bundes seine Finanzen so zu gestalten, dass keine neuen Haushaltsschulden mehr aufgenommen und die alten so kontinuierlich abgebaut werden können. Das Konzept ist unter Wirtschaftsexperten nicht ganz unumstritten.

Die staatlichen Haushaltsschulden sind auch nicht unbedingt so schlimm, wie das oft angenommen wird. Tatsächlich sind Schulden fester Bestandteil eines stabilen Finanzsystems. Wichtig ist dabei die Schuldenquote, das heißt, der Anteil der Schulden am Bruttoinhalndsprodukt.

Wie viele Schulden der Bund hat, können die Bürger an der Schuldenuhr vom Bund der Steuerzahler ablesen. Diese ist jedoch nicht präzise, da es sich um geschätzte Werte (berechnet auf Grundlage des jeweiligen Vorjahres) handelt.

Haushaltsschulden privater Haushalte

Private Haushaltsschulden sind teilweise auf die steigenden Mietkosten zurückzuführen.
Private Haushaltsschulden sind teilweise auf die steigenden Mietkosten zurückzuführen.

Laut Schuldner-Atlas 2018 steigt die Zahl der überschuldeten Privathaushalte an. Rund 6,9 Millionen Bürger über 18 Jahren sind derzeit überschuldet (Überschuldungsquote: 10.04 Prozent). Das Schuldenvolumen wird auf 208 Milliarden Euro geschätzt (Stand: 2018).

Dabei sind es weniger die alltäglichen Ausgaben (Einkäufe, Konsum) oder einmalige Anschaffungen (Haushaltsgeräte) die zu Haushaltsschulden von Privatpersonen führen. Besonders die Entwicklungen auf dem Wohnungsmarkt und die steigenden Mietpreise belasten die privaten Haushalte. Schulden betreffen außerdem zunehmend ältere Menschen.

Das Problem privater Haushaltsschulden besteht in dem verschlechterten Handlungsspielraum bei unvorhergesehenen Umständen. Nicht zuletzt ist Überschuldung auch auf Arbeitslosigkeit, Krankheit oder Trennung zurückzuführen. In so einer Situation sollten sich Betroffene umgehend an eine Schuldnerberatungsstelle wenden.

Schon gewusst? Wer das dringende Bedürfnis verspürt dem Staat bei der Begleichung der Schulden unter die Arme zu greifen, kann Geld auf ein dafür eingerichtetes Spendenkonto einzahlen. Eine Spendenquittung gibt es dafür jedoch nicht. Steuerlich Absetzbar sind diese Spenden auch nicht.
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