Welche Hilfe bekommen Sie bei einem Insolvenzverfahren?

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Kurz & knapp: Das Wichtigste zur Hilfe bei einem Insolvenzverfahren

  1. Bei Schulden kann der Betroffene mit Hilfe einer Schuldnerberatung zunächst eine außergerichtliche Einigung anstreben, bevor ein Insolvenzverfahren eröffnet wird.
  2. Ist der außergerichtliche Einigungsversuch gescheitert, kann die Schuldnerberatung dem Betroffenen Hilfe bei einem Insolvenzverfahren leisten.
  3. Neben der Schuldnerberatung kann auch ein Anwalt für Insolvenzrecht dem Schuldner Hilfe bei einem Insolvenzverfahren anbieten.
  4. Auch Gläubiger können anwaltliche Hilfe bei einem Insolvenzverfahren beanspruchen, um an ihr Recht zu kommen.

Vor der Insolvenz: Hilfe beim außergerichtlichen Einigungsversuch

Als Schuldner können Sie von einem Anwalt für Insolvenzrecht oder einer Schuldnerberatung Hilfe bei einem Insolvenzverfahren beanspruchen.

Eine Insolvenz ist für Betroffene eine belastende Angelegenheit. Abgesehen davon, dass ein Insolvenzverfahren hohe Kosten verursacht, bekommt der Schuldner danach einen Eintrag im Handelsregister, der für ihn hinderlich sein wird, wenn er sich in Zukunft selbständig machen und einen Kredit aufnehmen will.

Um den Stress und die Kosten zu vermeiden, sollten Sie sich Hilfe bei einer Insolvenz holen und den Gläubigern eine außergerichtliche Einigung vorschlagen.

Um ein positives Ergebnis bei der Verhandlung mit den Gläubigern zu erreichen, kann der Betroffene eine Schuldnerberatung konsultieren und sich von dieser beraten lassen. Die Schuldnerberatung kann dem Schuldner dabei helfen, die Forderungen zu prüfen, ob sie gültig sind. Unter Umständen sind die Schulden bereits verjährt oder die Höhe ist nicht berechtigt.

Des Weiteren bietet die Schuldnerberatung Insolvenzhilfe an, in dem sie die Finanzen des Schuldners untersucht, um herauszufinden, wie viel Geld er im Monat entbehren kann. Das dient als Grundlage für den Schuldenbereinigungsplan. Trotz der Befriedigung der Gläubiger soll dem Schuldner ein Vermögensrest bleiben, mit dem er seinen Unterhalt bestreiten kann.

Im Rahmen der Schuldnerberatung wird dem Schuldner geholfen, einen Haushaltsplan zu erstellen, bei dem Einkommen und Ausgaben gegenübergestellt werden, um Sparpotential zu erkennen.

Neben kostenpflichtigen Schuldnerberatungen gibt es auch Stellen, die ihre Dienstleistungen kostenlos anbieten. Das sind zum Beispiel staatlich oder staatlich geförderte und gemeinnützige Institutionen wie die Diakonie oder die Caritas.

Um Kosten für Mahnungen und Zinsen zu vermeiden, sollte der Betroffene bei Schulden Kooperationsbereitschaft zeigen und sich so früh wie möglich mit den Gläubigern in Verbindung setzen.

Hilfe bei der Eröffnung der Privatinsolvenz

Eine Schuldnerberatung kann eine psychische Hilfe bei einem Insolvenzverfahren sein.

Ist der außergerichtliche Einigungsversuch gescheitert, kann Insolvenz angemeldet werden. Während eine juristische Person riskiert, wegen Insolvenzverschleppung geahndet zu werden, wenn sie keine Insolvenz anmeldet, ist eine natürliche Person nicht dazu verpflichtet.

Nach der Wohlverhaltensphase kann der Schuldner unter Umständen jedoch von der Restschuldbefreiung profitieren. Diese erfolgt in der Regel sechs Jahre nach der Eröffnung der Privatinsolvenz, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. Hilfe bei einem Insolvenzverfahren kann der Betroffene ebenfalls von einer Schuldnerberatung oder von einem Anwalt für Insolvenzrecht bekommen.

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Wann liegt ein Grund für die Eröffnung der Insolvenz vor? Das sind die möglichen Gründe für die Eröffnung einer Privatinsolvenz:

  • Zahlungsunfähigkeit: Eine Person ist zahlungsunfähig, wenn sie nicht mehr in der Lage ist, ihre Rechnungen regelmäßig und pünktlich zu begleichen. Rechtlich wird die Zahlungsunfähigkeit dadurch definiert, dass die finanziellen Verbindlichkeiten die noch verfügbaren liquiden Mittel um mehr als zehn Prozent übersteigen.
  • Drohende Zahlungsunfähigkeit: Wenn der Schuldner absehen kann, dass eine Zahlungsunfähigkeit bald eintreten wird.
  • Überschuldung: Wenn die bestehenden Verbindlichkeiten das vorhandene Vermögen übersteigen.
Damit die Anmeldung korrekt erfolgt, kann der Schuldner ebenfalls die Hilfe der Schuldnerberatung bei einem Insolvenzverfahren beanspruchen.

Ein Unternehmen ist verpflichtet, bei Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit Insolvenz anzumelden. Als eine natürliche Person muss der Schuldner vor der Eröffnung des Insolvenzverfahrens eine Bescheinigung von einer anerkannten Schuldnerberatung vorlegen, dass zuvor eine außergerichtliche Einigung gescheitert ist.

Damit die Anmeldung korrekt erfolgt, kann der Schuldner ebenfalls die Hilfe der Schuldnerberatung bei einem Insolvenzverfahren beanspruchen. Neben der Bescheinigung für den gescheiterten außergerichtlichen Einigungsversuch müssen noch folgende Dokumente eingereicht werden:

  • das ausgefüllte Formular für den Insolvenzantrag
  • eine Aufstellung des Vermögens
  • eine Gläubigerübersicht und
  • ein Forderungsverzeichnis
Sind die Voraussetzungen erfüllt, können Schuldner beim Amtsgericht ihres Wohnortes Insolvenz beantragen. Nach der Anmeldung kann die insolvente Person weiterhin die Hilfe der Schuldnerberatung beim Insolvenzverfahren in Anspruch nehmen.

Forderungsanmeldung im Insolvenzverfahren: Hilfe für Gläubiger

Gläubiger können auch anwaltliche Hilfe bei einem Insolvenzverfahren in Anspruch nehmen.

Nicht nur der Schuldner kann Insolvenz anmelden, sondern auch der Gläubiger, wenn der Schuldner seine Forderungen nicht befriedigt.

Darüber hinaus kann der Gläubiger im Insolvenzverfahren seine Forderung anmelden, wenn diese nicht im Forderungsverzeichnis vorhanden ist. Dies muss unmittelbar beim zuständigen Insolvenzgericht nachgetragen werden. In der Regel muss der Gläubiger dem zuständigen Insolvenzverwalter bzw. Treuhänder entsprechende Nachweise vorlegen.

Ist es für Gläubiger sinnvoll, anwaltliche Hilfe beim Insolvenzverfahren eines Schuldners in Anspruch zu nehmen?

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Üblicherweise werden alle Gläubiger nach Eröffnung der Insolvenz von dieser in Kenntnis gesetzt. Die Benachrichtigung erfolgt durch ein Schreiben, in dem eine Frist genannt wird, in der alle Forderungen anzumelden sind. Die Gläubiger müssen die angemeldeten Insolvenzforderungen prüfen und bestätigen oder widersprechen. Eine Forderung gilt als festgestellt, wenn ihr nicht innerhalb einer bestimmten Frist widersprochen wird.

Wird ein Gläubiger nicht in der Gläubigerübersicht genannt, kann dieser sich in den amtlichen Veröffentlichungen der Gerichte über alle Insolvenzverfahren informieren. Versäumt der Gläubiger diese Frist, kann er die Forderungsanmeldung zwar nachholen, jedoch können ihm dabei Kosten für die Prüfung der Forderung entstehen.

Wenn alle Forderungen angemeldet und festgestellt sind, trägt der Insolvenzverwalter diese in die Insolvenztabelle ein. Diese Eintragung gleicht einem rechtskräftigen Urteil.

Damit die Forderung geltend gemacht werden kann, muss der Gläubiger in der Regel ein Formular ausfüllen, das dem Insolvenzverwalter als Übersicht dient. Ein Anwalt für Insolvenzrecht kann ihm nicht nur beim Ausfüllen zur Seite stehen, sondern ihm auch Hilfe bei dem gesamten Insolvenzverfahren leisten.
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