Privatinsolvenz: Dauer der Verbraucherinsolvenz

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Kurz & knapp: Das Wichtigste zur Dauer der Privatinsolvenz

Wie lange dauert ein Privatinsolvenzverfahren?

Bei einer Privatinsolvenz kann die Dauer variieren.
Bei einer Privatinsolvenz kann die Dauer variieren.

Das Verbraucherinsolvenzverfahren – umgangssprachlich auch Privatinsolvenz genannt – ist bei Überschuldung und Zahlungsunfähigkeit häufig der einzige Weg, wieder ein Leben in Schuldenfreiheit zu führen.

Ein Insolvenzverfahren ist jedoch oftmals ein großer Einschnitt in das Leben des Schuldners und mit Einschränkungen verbunden. Außerdem kann sich beim Privatinsolvenzverfahren die Dauer je nach persönlicher Situation stark unterschieden.

Mehrere Jahre müssen Schuldner jedoch immer einplanen. Wie lange dauert eine Privatinsolvenz bestenfalls? Wie lange geht eine Privatinsolvenz dagegen im schlechtesten Fall?

Der Regelfall: Privatinsolvenz mit einer Dauer von sechs Jahren

Die meisten Verbraucherinsolvenzen benötigen von der Eröffnung des Verfahrens bis zur Restschuldbefreiung etwa sechs Jahre. Die Laufzeit der Privatinsolvenz gliedert sich dabei in verschiedene Bereiche wie das gerichtliche Verfahren und die anschließende Wohlverhaltensphase.

Entgegen der landläufigen Meinung ist die Privatinsolvenz meistens jedoch eher eine Erleichterung als eine Belastung. Der Schuldner zahlt nur so viel, wie er auch leisten kann und steht ansonsten unter Pfändungsschutz.
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Gerichtliche Privatinsolvenz – Dauer: ca. ein Jahr

Das eigentliche gerichtliche Insolvenzverfahren umfasst in der Regel etwa ein Jahr. Dem voraus geht allerdings die Vorbereitung der Privatinsolvenz mit einer Dauer von einigen Monaten. In der Vorbereitungszeit arbeitet der Schuldner eng mit seinem Schuldnerberater zusammen. Dieser versucht beispielsweise, eine außergerichtliche Einigung mit den Gläubigern herbeizuführen. Erst wenn dieser Versuch scheitert, ist es möglich, die Eröffnung des Insolvenzverfahrens zu beantragen.

Wie lange geht die gerichtliche Privatinsolvenz?
Wie lange geht die gerichtliche Privatinsolvenz?

Die eigentliche Privatinsolvenz variiert in Dauer und Umfang von Fall zu Fall etwas. In der Regel setzt das Gericht nach der Verfahrenseröffnung einen Insolvenzverwalter ein, der

  • das pfändbare Vermögen des Schuldners verwertet und an die Gläubiger verteilt.
  • die unpfändbaren Vermögensanteile des Schuldners sichert.

Mit der Schlussverteilung endet diese Phase.

Wohlverhaltensphase der Privatinsolvenz – Dauer: sechs Jahre

Während der Wohlverhaltensphase, unterliegt der Schuldner gewissen Obliegenheiten. Diese Phase setzt normalerweise bereits mit Beginn der gerichtlichen Privatinsolvenz ein und überschreitet nicht die Dauer von sechs Jahren. Beispielsweise ist er verpflichtet,

  • sich um eine Arbeitsstelle zu kümmern und jede zumutbare Arbeit anzunehmen.
  • dem Insolvenzverwalter den pfändbaren Anteil seiner Einkünfte zu überlassen.
  • jede Änderung der Einkünfte unverzüglich zu melden, ebenfalls z. B. einen Umzug oder Jobwechsel.
  • Einkünfte ausschließlich an den Insolvenzverwalter, niemals direkt an einen Gläubiger zu zahlen.

Im Idealfall steht am Ende der Wohlverhaltensphase die Gewährung der Restschuldbefreiung durch das Insolvenzgericht, durch die der Schuldner in der Regel schuldenfrei wird.

Der für die Privatinsolvenz benötigte Zeitraum zahlt sich aus: Die Schuldenfreiheit winkt!
Der für die Privatinsolvenz benötigte Zeitraum zahlt sich aus: Die Schuldenfreiheit winkt!

Privatinsolvenz: Verkürzung der Dauer

Wie lange dauert die Privatinsolvenz, wenn von der Möglichkeit der verkürzten Dauer Gebrauch gemacht werden möchte? Seit 2014 ist es unter bestimmten Bedingungen möglich, die Privatinsolvenz in ihrer Laufzeit zu beschränken und teilweise bereits nach der Hälfte der Zeit die Restschuldbefreiung zu erlangen.

  • Privatinsolvenz in 3 Jahren: Wer die Privatinsolvenz bereits nach 3 Jahren abschließen möchte, muss bis dahin die gesamten Verfahrenskosten sowie mindestens 35 Prozent seiner Schulden bezahlt haben.
  • Privatinsolvenz in 5 Jahren: Wer die Privatinsolvenz nach 5 Jahren beenden will, muss bis dahin mindestens die Verfahrenskosten vollständig bezahlt haben.
Gelingt dem Schuldner dies nicht, endet die Privatinsolvenz nach einer Dauer von sechs Jahren – unabhängig davon, wie viele der Schulden tatsächlich bezahlt wurden.
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