Schulden beim Finanzamt: Was kann passieren?

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Kurz & knapp: Das Wichtigste zu Schulden beim Finanzamt

  1. Bei Schulden kann das Finanzamt ohne gerichtlichen Beschluss Wertgegenstände oder das Konto pfänden lassen.
  2. Es ist möglich, mit dem Finanzamt eine Ratenzahlung zu vereinbaren, um die Steuerschulden abzubauen.
  3. 5 Jahre beträgt üblicherweise die Verjährung beim Finanzamt für die Schulden. Privatinsolvenz, Ratenzahlung etc. können die Frist allerdings verlängern.

Schulden beim Finanzamt: Ein Sonderfall

Was bedeutet es, Schulden beim Finanzamt zu haben?
Was bedeutet es, Schulden beim Finanzamt zu haben?

Der Schuldenatlas 2017 belegt, der Trend der letzten drei Jahre setzt sich weiter fort: Immer mehr Menschen sind in Deutschland mittlerweile verschuldet. Die Schulden müssen dabei nicht zwangsläufig zum Problem werden, solange Sie rechtzeitig die Forderungen der Gläubiger begleichen und die Raten abstottern. Doch ändert sich plötzlich Ihre finanzielle Situation, kann unter Umständen gar Ihre wirtschaftliche Existenz auf dem Spiel stehen.

Wir wollen Ihnen im folgenden Ratgeber erklären, welche besonderen Regelungen gelten, wenn das Finanzamt Ihr Gläubiger ist. Wann setzt bei den Schulden beim Finanzamt die Verjährung ein? Ist es möglich, die Schulden beim Finanzamt durch Ratenzahlung abzustottern? Was kann passieren, wenn Sie dem Finanzamt Geld schulden?

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Was macht die Steuerschulden beim Finanzamt so prekär?

Wegen Schulden beim Finanzamt wird kein Haftbefehl erlassen, bei Steuerhinterziehung schon.
Wegen Schulden beim Finanzamt wird kein Haftbefehl erlassen, bei Steuerhinterziehung schon.

Viele werden diese Situation aus eigenem Erleben kennen: Sie erhalten den Steuerbescheid, indem das Finanzamt völlig unerwartet eine Steuernachzahlung von Ihnen verlangt. Unabhängig davon, wie groß der geforderte Betrag ist, haben die Betroffenen meist nur wenige Wochen Zeit, um die Nachzahlung an das Finanzamt vorzunehmen.

Kommen Sie der Zahlungsaufforderung des Finanzamtes nicht nach, wird zunächst eine Mahnung an Sie verschickt. Bewegt diese Sie nicht zur Zahlung, kann das Amt – und das ist das Besondere an den Schulden beim Finanzamt – das Geld kurz darauf selbst von Ihnen einziehen. Im Gegensatz zu anderen Gläubigern braucht das Finanzamt also keinen Beschluss des Gerichts, sondern kann selbst zur Tat schreiten, um Ihr Konto oder Ihre Vermögenswerte zu pfänden.

Auch eine verspätete Zahlung an das Finanzamt sollten Sie nach Möglichkeit vermeiden, da hier sehr hohe Versäumnisgebühren fällig werden.

Sie haben wegen Umsatzsteuer oder Einkommenssteuer Schulden beim Finanzamt? Wenn Sie die Schulden beim Finanzamt nicht bezahlt haben, drohen folgende Konsequenzen:

  1. Mahnung
  2. Besuch eines Vollziehungsbeamten
  3. Eidesstattliche Versicherung für das Finanzamt, die Schulden betreffend
  4. Finanzamt veranlasst wegen Steuerschulden die Pfändung/Kontopfändung
  5. Wenn kein Begleichen der Schulden beim Finanzamt: Anmeldung der Privatinsolvenz

Was tun bei Schulden beim Finanzamt?

Bei Steuerschulden beim Finanzamt sollten Sie das Gespräch mit den Mitarbeitern suchen.
Bei Steuerschulden beim Finanzamt sollten Sie das Gespräch mit den Mitarbeitern suchen.

Um zu verhindern, dass Ihr Konto durch eine Pfändung eingefroren wird, können Sie beim Finanzamt einen Antrag auf Aussetzung der sofortigen Zahlung oder eine Absenkung der Vorauszahlung stellen.

Damit gewinnen Sie etwas Zeit, dennoch ist es wichtig, über Steuerschulden mit dem Finanzamt zu verhandeln. Oftmals wird Ihnen dann eine Stundung der Schulden angeboten. Dadurch können Sie dem Finanzamt die Schulden in festgesetzten Raten zahlen.

Unter welchen Bedingungen dürfen Sie die Steuerschulden beim Finanzamt durch Ratenzahlung begleichen? Beispielsweise ist das möglich, wenn der Schuldner stundungswürdig ist:

  • Dies wäre der Fall, wenn die sofortige Steuerzahlung seine materielle Existenz gefährden würde. Führt die Begleichung der Schulden beim Finanzamt in die Privatinsolvenz, wäre der Schuldner stundungsbedürftig.
  • Der Steuerschuldner befindet sich in einer finanziellen Notlage, die er nicht selbst herbeigeführt hat (z. B. eine lange Krankheit).
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Da die erhobenen Zinsen eher gering sind, neigen einige Betroffene dazu, die Zahlung an das Amt hinauszuzögern und erst einmal andere Schulden zu tilgen. Deshalb ist der Zeitraum, in dem Sie beim Finanzamt die Schulden durch Ratenzahlung abstottern, zumeist auf sechs Monate begrenzt.

Ist es Ihnen nicht möglich, die vereinbarten Raten zu zahlen, können Sie einen Antrag auf Erlass der Schulden stellen. Das Finanzamt stimmt diesem aber nur in Ausnahmefällen zu, wenn z. B. ein Unternehmen sonst Insolvenz anmelden müsste und Arbeitsplätze in Gefahr wären. Ähnlich aussichtsreich ist es, die Steuerschulden durch einen Vergleich mit dem Finanzamt aus dem Weg zu schaffen.

Zwar ist der Vergleich mit dem Finanzamt bei Steuerschulden durchaus möglich, allerdings muss dafür die Aussicht für die Behörde, den vollständigen Schuldenbetrag irgendwann zu erhalten, sehr gering sein.

Bei Steuerschulden ist die Restschuldbefreiung beim Finanzamt möglich, solange gegen Sie keine Steuerdelikte vorliegen und Sie in den letzten Jahren keine falsche Steuererklärung abgegeben haben.

Verjährungsfristen beim Finanzamt wegen Schulden

Wie lange dauert die Verjährung für Schulden beim Finanzamt?
Wie lange dauert die Verjährung für Schulden beim Finanzamt?

Steuerschulden kann das Finanzamt durch Kontopfändung und Pfändung eintreiben. Doch ab wann verjähren die Zahlungsforderungen? Die Frist für die Verjährung von Steuerschulden beim Finanzamt beträgt regulär fünf Jahre. Allerdings beginnt diese erst nach dem Ende des Kalenderjahres, in dem der Steuerbescheid ausgestellt wurde, zu laufen.

Außerdem kann sich diese Frist unter Umständen beim Finanzamt verlängern. Bei Schulden setzt die Verjährung mit dem Abschicken von Mahnungen bspw. aus. Auch wenn Schuldner die Ratenzahlung in Anspruch nehmen oder einen Zahlungsaufschub erwirken, verlängert sich die Verjährung beim Finanzamt. Die Schulden können in solchen Fällen auch nach den fünf Jahren noch eingetrieben werden.

Der Verjährungszeitraum verlängert sich ebenfalls, wenn eine Person die Privatinsolvenz anmeldet. Beim Finanzamt verfallen die Schulden also nicht immer nach den fünf Jahren.
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