Was sind Staatsschulden und wie verschuldet sich ein Staat?

Von schuldnerberatung.com, letzte Aktualisierung am: 21. November 2020

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Kurz und Knapp: Das Wichtigste zu Staatsschulden

  1. Als Staatsschulden wird die Summe aller Schulden eines Staates gegenüber Dritten bezeichnet. Dabei können Gläubiger inländische oder ausländische Geldinstitute, Versicherungen, Unternehmen oder Privatpersonen sein.
  2. Deutschlands Staatsschulden betragen derzeit ca. 1.967,4 Milliarden Euro und entsprechen 64 % des Bruttoinlandsprodukts. Der Schuldenberg geht somit im 3. Jahr in Folge zurück.
  3. Befürworter von Staatsschulden argumentieren, dass diese den Bau neuer Straßen, Schulen oder Krankenhäuser finanzieren und somit eine gute Investition in die Zukunft ermöglichen.

Deutsche Staatsschulden vs. Weltweit

Staatsschulden entstehen, wenn der Staat mehr Geld ausgibt als er besitzt.
Staatsschulden entstehen, wenn der Staat mehr Geld ausgibt als er besitzt.

Die Staatsverschuldung oder Staatsschulden sind laut Definition die Summe aller Verbindlichkeiten eines Landes gegenüber Dritten. In der Regel werden Staatsschulden brutto ausgewiesen. Das Staatsvermögen wird bei der Angabe nicht berücksichtigt.

Welche Summe haben Deutschlands Staatsschulden im Vergleich zu anderen Ländern? Warum hat Deutschland Staatsschulden und bei wem? Laut der Zeitung Die Welt betragen die Staatsschulden in Deutschland aktuell 64 Prozent des Bruttoinlandsproduktes. Im Vergleich dazu beträgt die Staatsverschuldung der USA 105 Prozent des BIP, von Italien 132 Prozent und von Japan 238 Prozent. Somit hat Japan die höchsten Staatsschulden aller Länder der Welt.

Dem Statistischen Bundesamt zufolge hat die Bundesrepublik Deutschland (BRD) 2017 Staatsschulden in Höhe von 1.967,4 Milliarden Euro. Die Gläubiger bestehen aus Bund, Ländern, Gemeinden, Gemeindeverbänden, gesetzlicher Sozialversicherung und Sondervermögen des Bundes. Circa 40 % der Staatsschulden der BRD sind bei inländischen Gläubigern, wobei zwei Drittel davon Kreditinstitute sind. Ein Drittel besteht aus Privatpersonen, Unternehmen und Versicherungen.

Wie entstehen Staatsschulden?

Wie bei anderen Arten von Schulden entstehen Staatsschulden, wenn die Staatsausgaben größer sind als die Einnahmen. Dabei entsteht ein Defizit, das mit Krediten gedeckt werden muss. Mit jeder Kreditaufnahme entstehen auch Zinsen, die der Staat zurückzahlen muss. Je mehr Staatsschulden ein Land hat, desto schlechter ist seine Bonität.

Experten zufolge werden Staatsschulden für verschiedene Zwecke eingesetzt, unter anderem, um neue Straßen, Schulen oder Krankenhäuser zu bauen. In Deutschland wird über die Einführung des Betreuungsgeldes und eine mögliche Zuschussrente diskutiert.

Staatsschulden von Deutschland: Entwicklung der letzten Jahre

2012 war Deutschlands Schulden-Höchststand
2012 war Deutschlands Schulden-Höchststand.

Im Jahr 2017 haben Deutschlands Staatsschulden zum ersten Mal die 2 Billionen-Grenze unterschritten und sind im 3. Jahr in Folge rückläufig. Im Vergleich dazu belief sich die Schuldenhöhe im Jahr 1990 noch auf rund 540 Milliarden Euro. Der Schulden-Höchststand wurde 2012 mit 2.068.289 Euro markiert. Zum ersten Mal schuldenfrei war Deutschland im Jahr 1948.

Die gefallenen Staatsschulden Deutschlands sind auf die gute Konjunktur zurückzuführen. Einerseits wachsen die Steuer- und Beitragseinnahmen, andererseits sinken die Zinsen der Schulden.

Den Statistikern zufolge tragen alle Ebenen des öffentlichen Gesamthaushalts zum Schuldenabbau bei.

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